Perspektive, wechsle dich

09-01-18 | by Bettina Pepek | in diversität, change, leadership,
There are more things … likely to frighten us than there are to crush us; we suffer more often in imagination than in reality.             [Seneca]

Gedanken zum Jahreswechsel

Na, auch gut gerutscht? Oder doch Katerstimmung im neuen noch so jungen Jahr. Erstaunlich, aber nach all den Feiertagen scheint’s, dass wir spätestens ab Anfang Jänner wieder in der Realität ankommen und die scheint für viele immer weniger Anlass für Freude zu sein. 

Jetzt können wir natürlich trefflich darüber diskutieren, inwiefern diese Verunsicherungen und Ängste tatsächlich auf eine reale Bedrohung zurückzuführen oder doch hausgemacht bzw. auch medial gesteuert sind (gute Hinweise geben uns dazu übrigens Seneca bzw. die Stoiker). Oder aber wir schauen uns an, wie uns Mutter Natur schlauerweise ausgestattet hat, um mit Verunsicherung und Ängsten umzugehen. 

Lernen. Gemeinsam. Sinnstiftend

Gerald Hüther gibt uns dazu drei Strategien, die das menschliche Gehirn für den Umgang mit Verunsicherung und Angst kennt, mit auf den Weg: 

  • Lernen: Neue Kompetenzen entwickeln, um mit dem Unbekannten besser umgehen zu können. 
  • Sozio-kulturelle Erfahrungen: Im Wesentlichen ist damit der Austausch mit anderen Menschen gemeint: FreundInnen, KollegInnen, NachbarInnen, PolitikerInnen (…). Entscheidend dabei ist, nicht nur in der eigenen Blase zu verharren, sondern ganz bewusst auch über den Tellerrand hinaus zu agieren. Stichwort Diversität! Vielfalt und vielfältige Erfahrungen machen uns stärker. Oder, um Harald Katzmair zu zitieren: Mehr „Sowohl als auch“, weniger „Entweder-Oder“
  • Sinn zu finden: Die vermutlich stärkste Komponente, nämlich etwas zu tun, etwas zu schaffen, das Sinn macht und damit dem eigenen Handeln einen Sinn zu geben!

Das ist doch ein sehr schlauer Ansatz für den Start ins neue Jahr! Anstatt weiter im Reagieren zu verharren, aktiv in eine Veränderung zu gehen, selbstbestimmt!

Wir nützen diesen Ansatz aus der Neurowissenschaft übrigens auch für die Gestaltung von Veränderungsprozessen: Um Prozessmuster zu wechseln und nachhaltig zu verändern, braucht es in erster Linie die Fähigkeit Sinn zu stiften und die Förderung von Netzwerken zwischen den Menschen. Die Kommunikation so zu gestalten, dass Perspektivenvielfalt und Beziehungskulturen beispielsweise im Rahmen von Innovationsprojekten möglich werden, dafür nehmen wir uns auch im neuen Jahr wieder viel Raum!

Weiterführende Links:

A Stoic’s Key to Peace of Mind: Seneca on the Antidote to Anxiety:
https://www.brainpickings.org/2017/08/27/seneca-anxiety/


… dann klappt’s auch mit der Innovation:
http://www.kommunikationsraum.at/kommunikationsraum/blog/do/show/ctrl/BlogEntry/b/dann-klappts-auch-mit-der-innovation/


HR-REPORT 2017. Schwerpunkt Kompetenzen für eine digitale Welt:
https://www.hays.de/personaldienstleistung-aktuell/studie?friendlyUrl=hr-report-2017

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